253.Tag: Pausentag: Kaolack-Dar Salam

26. Januar 2019:

Noch vor dem Frühstück wollten wir ein Transport in Richtung Niokolo-Koba Nationalpark suchen. Der Taxifahrer der uns zum Busbahnhof fuhr, fragten wir beiläufig, ob wir hier auch ein Geländefahrzeug mieten könnten. Er meinte das sei kein Problem und tätigte ein paar Anrufe. Eine Stunde später und um einige Tausend Franc leichter, hielten wir einen Schlüssel für einen Ford Escape, ausgestattet mit 4×4, in der Hand. Auf dem Weg wechselten wir uns am Steuer ab, damit alle die Senegalesischen Strassen erleben konnten. Fast 350km später erreichten wir den langersehnten Parkeingang und fanden heraus, dass wir trotz Anbruch der Dunkelheit noch den hohen Eintrittspreis für den ganzen Tag bezahlen müssten. Aus diesem Grund schliefen wir in einer einfachen, aber schön eingerichteten Unterkunft ein paar Meter vor dem Park.

252.Tag: Pausentag: St.Louis-Kaolack

25. Januar 2019:

Mit Airbnb haben wir auf der Ile St. Louis eine wunderbare Unterkunft gefunden. Das Gastgeber-Paar konnte uns wertvolle Tipps für die Weiterreise vermitteln. Nach einem ausgiebigen Frühstück unter Palmen und einem letzten Spaziergang durch das ‘Venedig Afrikas’, liessen wir den Aufenthalt in St. Louis ausklingen.

Der Bus-Bahnhof war am Vormittag rege belebt. Wir kämpften uns zu den ‘sept-places’ durch und verhandelten einen angemessenen Preis für die fünfstündige Fahrt nach Kaolack. Das Spezielle ist, dass das Buschtaxi erst losfährt, wenn alle sieben Plätze verkauft sind. Dies war nach einer weiteren Stunde endlich der Fall. Auch eine Ziege hatte ihren Platz auf dem Dach gefunden – sie schien jedoch nicht besonders glücklich zu sein. Diese Tatsache bekam Fabian später mit einer unfreiwilligen «Erfrischung» vom Dach des Fahrzeuges zu spüren, weil unglücklicherweise die Türe nicht dicht war.

Die eher karge Savannenlandschaft mit den kahlen Baobabs wurde während der anstrengenden Fahrt durch grüne Bäume und weiter südlich wieder durch trockene Landschaft abgewechselt.

Bei jedem Zwischenstopp sind unzählige Kinder auf uns zugeströmt, um etwas zu verkaufen oder eine bettelnde Hand auszustrecken. «Cadeaux, Cadeaux» aus aller Munde.

Kurz vor dem Eindunkeln erreichten wir das durch dichten Verkehr geprägte Kaolack. In einem alten, eher heruntergekommenen Hotel, fanden wir ein Nachtquartier. Umso mehr genossen wir ein feines Nachtessen in den Strassen von Kaolack.

251.Tag: Pausentag: Dakar-St.Louis

24. Januar 2019:

Am Vorabend sind Adrians Eltern in Dakar gelandet, um zusammen mit uns für zwei Wochen den Senegal zu erkunden. Darum packten wir unseren Sachen in den kleinen Rucksack und verabschiedeten uns von Michael und Marie-Julie. Mit lokalem Bus und Buschtaxi genannt «sept places» oder «Taxi brousse» erreichten wir Thies, wo wir Rita und André trafen und zusammen frühstückten. Seit Barcelona verging eine Weile, somit wurde viel erzählt und diskutiert. Später organisierten wir einen Platz in einem grossen Bus «Ndiaga Ndiayes», der uns nach St.Louis brachte. Dort liefen wir zum Strand der schmalen Landzunge «Langue de Barbarie» um den Sonnenuntergang in der armen Gegend der Insel zu sehen. Danach erkundeten wir die alten Kolonialgebäude auf der «Ile St.Louis». Die ehemalige Hauptstadt von Französisch-Westafrika ist ebenfalls die älteste Französische Stadt in Schwarzafrika.

250.Tag: Pausentag: Dakar

23. Januar 2019:

Wir genossen den Ruhetag in der grossen Wohnung und erledigten einige Dinge, welche wir schon länger erledigen sollten. Eines davon war das kleine Loch in der für uns so wichtigen Luftmatratze zu finden und zu flicken. Die letzten Tage waren wir beide gesundheitlich ein wenig angeschlagen und hatten das erste Mal Probleme mit dem Magen.

Mit dem Erreichen von Dakar haben wir definitiv einen weiteren Meilenstein unserer Reise geschafft. Bereits 15’000km haben wir mit unseren Fahrrädern zurückgelegt.

 

249.Tag: Pire Goureye-Dakar

22. Janaur 2019:

Während dem Frühstück lief ein Mann freundlich grüssend an unserem Zelt vorbei mit etwa 50 Kühen und Ziegen. Der Verkehr nahm stetig zu je näher wir der Hauptstadt Dakar kamen. In Thies wurde unsere Manövrierfähigkeit das erste Mal in einer Senegalesischen Stadt auf die Probe gestellt. In Senegal fiel uns sofort auf, dass viel mit Hilfe eines Pferdes oder Esels transportiert wird und diese Karren nehmen ganz normal am Verkehr teil. In einem kleinen Imbiss assen wir, zusammen mit vielen Einheimischen, eine leckere warme Mahlzeit. Danach legten wir die restliche Distanz bis zu unseren Gastgebern an Nordende der Stadt zurück. Die Abgase und der rollende, chaotische Verkehr waren zwar nicht einfach zu meistern, aber wir wichen allen Hindernissen aus. Unsere Warmshowers Gastgeber Marie-Julie und Michael zeigten uns unser Zimmer, wir duschten uns, genossen die leckere Lasagne mit Freunden des Paares und genossen den interessanten Abend.

248.Tag: Fass-Pire Goureye

21. Januar 2019:

Seit ein paar Tagen ist weniger der Sand das Problem für unser Material, sondern die Dornen und Stacheln überall. Fabian erwachte am Morgen und seine Luftmatratze hatte kaum mehr Luft und somit war seine Nacht nicht sehr komfortabel.

Da wir am Vortag keinen Bankomaten fanden, musste unser Frühstück noch ein wenig warten. Im ersten grösseren Ort konnten wir Geld, SIM-Karten und ein Frühstück mit lokalem Kaffee organisieren.

Schnell bemerkten wir was der Landeswechsel mit sich brachte. Die Frauen tragen farbige Kleider, alles ist viel grüner und die meisten Leute leben in Häusern und nicht mehr in Hütten oder Baracken. Die Moscheen jedoch sind immer noch in jedem Dorf vorhanden. Die Lastwagen und Busse sind noch ein wenig mehr überladen, da es deutlich mehr Menschen gibt als noch in Mauretanien.

247.Tag: Keur Macene-Fass

20. Januar 2019:

In der Nacht hörten wir diverse Tiere die sich am Wasser um uns herum aufhielten. Während der ersten Stunde morgens im Sattel sahen wir hunderte, wenn nicht tausende Pelikane, Flamingos, Schwalben und andere Vögel. Plötzlich sahen wir sogar ein Wüstenkrokodil das vor uns in das hohe Schilf flüchtete. Ein paar Kilometer vor der Grenze kam der letzte Polizeiposten und wir zeigten wie gehabt unsere Pässe. Vor dem zurückgeben der Pässe, wurden plötzlich 5 Euro für den Nationalparkeintritt (Parc National du Diawling) verlangt, was uns ein bisschen verwirrte. Nach einer extrem hitzigen Diskussion inklusive Austausch von Beleidigungen, da sich der Polizist und der Angestellte des Nationalparks nicht ausweisen konnten, waren wir 10 Euro los und fuhren das letzte Stück zur Grenze. Der Austritt aus Mauretanien sowie der Eintritt in den visumfreien Senegal gingen schnell und während der Wartezeit tauschen wir unsere letzten Ouguiya gegen XAF ein.

Nach der Grenzbarriere erwartete uns seit langem wiedermal eine qualitativ hochstehende Asphaltstrasse. In St.Louis assen wir das Nationalgericht «Tieboudienne», welches Fisch, Reis, Tomatensauce, Knoblauchpaste, Maniok und andere Gemüse enthielt für nicht einmal einen Euro pro Person. Dazu gab es einen extrem süssen Hibiskussaft. Gesättigt verabschiedeten wir Jörg, der sich in St.Louis eine Bleibe suchte und fuhren aus der Stadt um einen Platz für die Nacht zu finden.

246.Tag: Taguent-Keur Macene

19. November 2019:

Die Strasse in Richtung Senegalesische Grenze war einmal asphaltiert. Leider ist der heutige Zustand sehr schlecht und wir mussten zeitweise unsere Räder durch sandige Passagen schieben. Seit gestern sind wir definitiv in der Sahelzone angekommen und die Landschaft gleicht eher einer Savanne als einer Wüste. Die Gegend war plötzlich dichter besiedelt und viele Menschen winkten und riefen uns zu. Gleichzeitig sahen wir überall mehr Nutztiere und seit langem wieder einmal Rinder. Wir wählten den Grenzübergang Diama, da er weniger stressig ist und das letzte Stück auf Mauretanischem Boden durch einen Nationalpark führt. Direkt nachdem wir die Piste entlang dem Senegalfluss in Angriff nahmen, sahen wir die ersten Vögel und Warzenschweine.

245.Tag: Nouakchott-Taguent

18. Januar 2019:

Zusammen mit Jörg besuchten wir nach der Verabschiedung von Warren den Hafen. Dieses Mal war weniger los und wir fuhren aus der grossen Stadt durch stark befahrene Strassen mit sandigen Abschnitten. Die Landschaft änderte sich langsam und mehr dornige Bäume waren präsent. Wir genossen die Abwechslung mit einem anderen Fahrradfahrer unterwegs zu sein.

244.Tag: Pausentag: Nouadhibou-Nouakchott

17. Januar 2019:

Nach einer erneuten Nacht mit unbequemer Unterlage, weckte uns der Ladenbesitzer pünktlich um 8 Uhr. Wir kauften uns Frühstück und stellten uns wie am Abend zuvor an die Strasse um auch sicher keine Autofahrer zu verpassen. Während der Wartezeit beobachteten wir das interessante Geschehen um uns herum und andere Leute gesellten sich zu uns an den Strassenrand. Nach einiger Zeit hielt ein Auto und wir vereinbarten einen Preis von 5 Euro pro Person für die restlichen 400km zurück in die Hauptstadt. Auf halber Strecke realisierten wir, dass unser Fahrer keine Beine hatte und das Auto eine Spezialanfertigung hatte, damit er bremsen und beschleunigen kann. Müde und hungrig erreichten wir Nouakchott. Glücklich wieder bei unseren Fahrrädern zu sein, kochten wir zusammen mit unserem Gastgeber Warren und dem anderen Gast Jörg ein typisches Schweizer Gericht.