135.Tag: Clapham-Manchester

30. September 2018:

Bereits frühmorgens hielten viele Autos direkt vor unserem Schlafplatz, um einen geeigneten Zuschauerplatz am Fahrradrennen zu ergattern. Hunderte Zweiradbegeisterte kamen uns nach unserer Abfahrt entgegen und winken uns zu.

Da wir heute nicht die Motivation und Energie hatten wieder über 1400m Höhenmeter zurücklegen, wählten wir mehrheitlich Hauptstrassen um Manchester zu erreichen. Kurz nach 17 Uhr erreichten wir Manchester und wurden von unserem Warmshowers-Host Hannah herzlich empfangen.

134.Tag: Bowness on Windermere-Clapham

29. September 2018:

Gleich zu Beginn des Tages sammelten wir schon eifrig Höhenmeter und der Bildschirm der GPS-Uhr zeigte nach 20km bereits über 500m an. Von Sedbergh, welches sich am Rande es Yorkshire Dales National Parks befindet, ging es steig hinauf bis wir Hawes erreichten. Bei der Einfahrt in das kleine Dorf, wurden wir geschockt von den vielen Motorradfahrern die ihre Mittagspause ebenfalls hier geplant hatten.

Nach Hawes stieg die Strasse weiter an und wir fuhren durch offenes Hügelland und entlang von Trockenmauern in denen unzählige Schafe weideten. Ein Highlight während der Fahrt in Richtung Ingleton war das Ribblehead-Viadukt. Die Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jahrhundert ist 402 Meter lang und von 24 Bögen getragen. Kurz bevor Clapham fragten wir bei einem Haus ob wir irgendwo unser Zelt aufstellen dürfen. Der Besitzer sagte nach einer Weile, wir können das Zelt auf seinem Rasen aufstellen. Der Zeltplatz beinhaltete eine beeindruckende Aussicht auf die umliegende Region. Ausserdem erfuhren wir, dass am nächsten Tag ein Cyclo-Cross Rennen, das 3 Peak Race, hier durchführen wird.

133.Tag: Pausentag- Bowness on Windermere

28. September 2018:

Bevor sich Nicole in Richtung Manchester verabschiedete, fuhren wir nach Rydal und liefen zu einer kleinen Höhle. Die Aussicht auf die umliegenden Gipfel des Lake District war hervorragend und das omnipräsente Farn leuchtete goldbraun in der Sonne. Am Nachmittag genossen wir das perfekte Herbstwetter am Windermere-See, welcher der grösste See in England ist und sich komplett im Nationalpark befindet. Zurück auf dem Campingplatz reinigten wir unsere Fahrräder vom Schmutz der letzten Tage.

132. Tag: Cotehill-Bowness on Windermere

27. September 2018:

In Richtung Penrith fuhren wir entlang der alten Hauptstrasse Richtung Süden. Seit dem Abstecher nach Schottland fahren wir bis zu unserem Ziel in Kapstadt nur noch südlich. In Penrith legten wir eine kurze Pause im charmanten Stadtzentrum ein und pumpten unsere Reifen wiedermal. Kurz darauf erreichten wir den Lake District Nationalpak und genossen unsere Mittagspause bei Sonnenschein am Ullswater, einem See mit Blick auf die umliegenden Berge. Vor dem extrem steil ansteigenden Kirstone-Pass besichtigen wir zwei Wasserfälle zu Fuss. Der Pass hatte es in sich und war im Durschnitt über 15% steil und teilweise sogar 20%. Wir genossen die lange Abfahrt und suchten uns einen Campingplatz ausserhalb des sehr touristischen Ortes Windermere.

131.Tag: Elsdon-Cotehill

26. September 2018:

In der Nacht wurde der Wind immer stärker und unsere Zelte wurden teilweise ziemlich flachgedrückt. Nach einer unruhigen Nacht starteten wir mit extremem Gegenwind in den Tag. Später folgten wir der Militärstrasse, die mehr oder weniger dem Hadrianswall folgt. Diese römische Grenzbefestigungsanlage wurde von Kaiser Hadrian im zweiten Jahrhundert nach Christus nahe der heutigen Grenze zwischen Schottland und England erbaut. Die Mauer war 117.5km lang, etwa 5m hoch und es dauerte ungefähr zehn Jahre bis zur Fertigstellung. Viele Wanderer nehmen sich ungefähr eine Woche Zeit um der antiken Grenze zu folgen. Sehr hügeliges Gelände und viel Nebel trübte die eigentlich schöne, mit tausenden Schafen dekorierte Landschaft.

130.Tag: Fenwick-Elsdon

25. September 2018:

Wir starteten den Tag mit dem Besuch der Holy Island, unweit unseres Übernachtungsplatzes. Holy Island, auch Lindisfarne genannt, ist eine Gezeiteninsel auf der sich ein Vogelschutzgebiet befindet und ein Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Das heisst die Insel ist nur zu gewissen Zeiten befahrbar und die Strasse steht regelmässig unter Wasser. In Alnwick folgte bereit das zweite Schloss des Tages. Das Alnwick Castle ist der zweitgrösste Adelssitz Englands und diente für Filme wie Harry Potter, Robin Hood und Transformers als Kulisse. Aufgrund eines Platten am Hinterreifen von Fabians Fahrrad durch einen Dorn, starken Gegenwind und über 1100 Höhenmeter, endete der Tag heute bereits nach etwas über 80km. Wir durften bei einem Bauern neben einem riesigen Schafgehege unsere Zelte aufstellen.

129.Tag: Edinburgh-Fenwick

24. September 2018:

Nach 7352 km und vier Monaten verabschiedeten wir uns von Joel. Wir haben den gemeinsamen Start ins Cape2Cape Abenteuer genossen. Zusammen mit Armin nahm er den Zug nach Paris und wird anschliessend zurück nach Buchrain mit dem Fahrrad fahren. Seit Edinburgh begleitet uns ausserdem Nicole, eine Freundin aus Deutschland.

Nur noch zu zweit verliessen wir die Stadt, welche J.K. Rowling als Schreib- und Inspirationsort für ihre Harry Potter Bücher diente. Kurz nachdem wir Edinburgh verlassen hatten, erreichten wir immer ländlichere Gegenden und weniger befahrene Strassen. Die Nebenstrassen stiegen stetig an und nach einigen steilen Stücken erreichten wir den höchsten Punkt mit Meerblick. Die Abfahrt führte uns durch wunderschöne Hügellandschaften und wir überquerten viele Bäche und erreichten teilweise fast 70km/h. Nach einer grossen Brücke über den Grenzfluss verliessen wir Schottland und gelangten wieder nach England.

127.- 128.Tag: Pausentage- Edinburgh

22.-23. September 2018:

Um einen besseren Überblick der Hauptstadt Schottlands zu bekommen, wanderten wir zu den Salisbury Crags, welche die Stadt vom Hausberg, dem Arthur’s Seat abtrennen. Vom Hügel aus konnte man die Meeresmündung und die gesamte Stadt bestaunen. Am Nachmittag besichtigten wir das Edinburgh Castle, eines der Highlights in Schottland. Die imposante auf dem Castle Rock stehende Burg enthält mehrere Museen, welche geschichtliche sowie politische Hintergründe mit vielen Reliquien darstellt. Der Hausberg sowie der Castle Rock sind vulkanischen Ursprungs und prägen das Stadtbild entscheidend.

Nach einer Free Walking Tour durch die Altstadt und vielen interessanten Geschichten, stärkten wir uns in einem empfohlenen Restaurant mit lokalen Spezialitäten. Einige von uns trauten sich Haggis, eine schottische Spezialität auszuprobieren, welche aus einem mit Herz, Leber, Lunge und anderen Zutaten gefüllten Schafsmagen besteht.

126.Tag: St Madoes- Edingburgh

21. September 2018:

Mit einem steilen Anstieg gleich zu Beginn waren unsere Körper schneller auf Betriebstemperatur als gewünscht. Schnell erreichten wir Perth, die ehemalige Hauptstadt Schottlands und überquerten den Fluss Tay. Wir durchquerten schöne Landschaften mit vielen Hügeln und erreichten am Nachmittag die Forth Bridge. Die im Jahre 1890 gebaute Eisenbahnbrücke galt als die Auslegerbrücke mit der grössten Spannweite bei der Eröffnung und ist immer noch die Nummer zwei weltweit. Nach dem Bezug des Hostelbetts, trafen wir Joels Vater Armin, der uns für das Wochenende in Edinburgh besucht. Beim anschliessenden «all-you-can-eat» Abendessen, überassen wir uns alle masslos und schafften es gerade noch knapp zurück zur Herberge.

125.Tag: Inverbervie-St Madoes

20. September 2018:

Nach einer stürmischen Nacht, erwachten wir zu strahlender Sonne und blauem Himmel. Sturm Ali war allerdings noch präsent, jedoch in einer abgeschwächten Version. Wir kämpften uns entlang der wunderschönen Küste in Richtung Süden. Einsame Sandstrände und Felsen zierten die Küstenlandschaft. Wir kamen nur langsam voran und der starke Gegenwind zehrte an unseren Energiereserven. An vielen Orten lagen ganze Äste herum und einige Gartenzäune verneigten sich vor dem Sturm. Nach der Mittagspause liess der Wind nach und uns fiel das Radfahren wieder einiges einfacher. Unsere letzte Nacht mit Joel verbrachten wir in einem Waldstück, direkt neben einem sich selber überlassenen Haus.