150.Tag: La-Pointe-de-Grave – Le Canon

15. Oktober 2018:

Nach einer regnerischen Nacht packten wir das klitschnasse Zelt in seine Hülle, bevor wir die Baumnuss grossen Nacktschnecken von den Taschen spickten. Den ganzen Tag erwarteten uns Fahrradwege durch Pinienwälder. Meistens führte uns der Weg nicht weit vom Sandstrand entlang südlich in Richtung Arcachon. Die Mittagspause genossen wir an einem See, der aufgrund der fehlenden Touristen sehr verlassen wirkte. Die letzten 50km ging es über einen hügeligen, geteerten Fahrradweg durch den schönen Wald und schlussendlich fanden wir einen schönen Platz in der Nähe des Strandes.

149.Tag: La Rochelle – La-Pointe-de-Grave

14. Oktober 2018:

Kurz vor dem Mittag zwangen wir uns zum Aufstehen und waren froh gestern Abend doch nicht in einem Nachtclub gelandet zu sein. Wir genossen zusammen mit Rachel die Aussicht von ihrer Terrasse und frühstückten gemütlich. Ziemlich schnell nach der Abfahrt fing es an zu regnen und auch das Gehupe der französischen Autofahrer auf der Hauptstrasse machte es nicht angenehmer. Entweder war jeder zehnte Autofahrer dermassen begeistert uns zu sehen oder wir haben die Verbotstafel nicht gesehen. Vorbei an Austern und Muschelzuchten pedalten wir durch den starken Regen, um kurz nach sechs den Hafen von Royan zu erreichen. Zwei Kebabs und eine Stunde Wartezeit später, befanden wir uns auf einer sehr schaukligen Fähre nach La-Pointe-de-Grave.

148.Tag: Pausentag: La Rochelle

13. Oktober 2018:

Nach dem Mittag schlenderten wir durch den grossen und belebten Samstagsmarkt, direkt neben unserer Unterkunft, wo auch unsere Gastgeberin ab und zu arbeitet. La Rochelle gilt als einer der grössten Segelhäfen Europas und darum sind viele Abenteurer anzutreffen und am Abend geht die Post ab. Bei schönstem Wetter verwöhnten wir uns kulinarisch und genossen die letzten Stunden mit Nadine und Katja. Der Zufall ergab es, dass Fabians Onkel und Tante (Rio und Romy) auch in derselben Gegend mit ihrem Wohnwagen unterwegs waren und gesellten sich am heutigen Tag zu uns. Grosszügigerweise luden Sie uns auf ein leckeres Nachtessen in der belebten Altstadt ein.

147.Tag: Saint-Jean-de-Monts – La Rochelle

12. Oktober 2018:

Den relativ späten Start bereuten wir am Nachmittag, da wir aufgrund vieler zusätzlicher Kilometer La Rochelle nicht vor 19 Uhr und fast 150km erreichten. Die schönen Fahrradwege entlang der menschenleeren Sandstrände verleiteten uns überall anzuhalten und die frische Meeresbrise einzufangen. Immer wieder radelten wir durch verlassene und abgeriegelte Touristenorte und waren froh nicht in der Hauptsaison in dieser Gegend unterwegs zu sein. In La Rochelle wurden wir von unserer Couchsurfing Gastgeberin Rachel herzlich empfangen und in die kulinarische Welt der Region eingeführt. Innerhalb einer Stunde hatten wir die Gelegenheit Langusten, Garnelen, Fischsuppe, Austern, Wellhornschnecken und Salicornes zu probieren. Um den Abend ausklingen zu lassen gönnten wir uns ein Eis am Hafen und gesellten uns zu gemischten Publikum in eine Bar auf einem alten Schiff.

146.Tag: Nantes – Saint-Jean-de-Monts

11. Oktober 2018:

Entlang der Loire fuhren wir seit langem wieder einmal auf der Eurovelo Route 1 zur Küste. Zwischendurch konnten wir den mächtigen Fluss mit der Gratisfähre überqueren und auf der anderen Seite einem Kanal folgen. Vor St.Nazaire entschieden wir uns, durch das Landesinnere zu fahren, um dann bei Pornic ans Meer zu gelangen. Die Gegend wurde flach wie in den Niederlanden und die Strasse führte uns durch ein mit Kanälen durchzogenes Agrargebiet. Am Abend suchten wir uns in einem schönen Pinienwald in der Nähe des Strandes einen Übernachtungsplatz.

145.Tag: Pausentag: Nantes

10. Oktober 2018:

Zusammen mit Nadine und Katja liefen wir einer grünen Linie entlang, welche Touristen zu den meisten Attraktionen der Stadt führt. Zum Teil war die Linie nicht mehr gut ersichtlich oder wir waren zu fest in Gespräche vertieft, damit wir wieder zurückfinden mussten. Nach der Besichtigung des Schloss Nantes, gesellten wir uns in ein kleines Restaurant und kommunizierten mit amüsanter Gestik und neuen französischen Wortkreationen mit dem Wirten. Eine der Hauptattraktionen stellen «les machines de l’île» dar, welche einen 12 Meter hohen und 40 Tonnen schweren Elefanten beinhaltet. Dieser eindrucksvolle Elefant kann bis zu 50 Personen durch die Gegend transportieren und Wasser durch den Rüssel speien. Beim alten Hafengelände auf der Insel in der Mitte von Nantes trafen wir uns mit unseren Gastgebern und bestaunten den farbigen Sonnenuntergang.

144.Tag: La Sel-de-Bretagne-Nantes

9. Oktober 2018:

Bei deutlich über 20 Grad fuhren wir die letzten knapp 100 Kilometer bis Nantes seit langem wieder einmal unter Verwendung von Sonnenschutz. Schon ausserhalb der sechstgrössten Stadt Frankreichs konnten wir auf gut ausgebaute Fahrradwege ausweichen und somit dem Feierabendverkehr entkommen. Am Abend wurden wir herzlich von Marine und Asael in ihrem Zuhause empfangen. Die beiden Ärzte lernten wir über die Plattform Warmshowers kennen und schlossen das junge Paar bereits beim gemeinsamen Abendessen in unsere Herzen.

143.Tag: La Caserne-La Sel-de-Bretagne

8. Oktober 2018:

Eher spät erwachten wir und genossen das Frühstück an der warmen Sonne und starteten erst nach 12 Uhr in den sportlichen Teil des Tages. Auf sehr flachen und qualitativ guten Strassen, im Gegensatz zum Vereinigten Königreich und Irland, erreichten wir Rennes relativ schnell. Die kleine Stadt überraschte uns mit ihren vielen alten Gebäuden mit schönen Riegelbaukonstruktionen im Zentrum. Trotz der Stunde die wir unsere Uhren seit Frankreich zurückgestellt haben, wird es dank der südlicheren Lage bisher nicht früher dunkel.

 

142.Tag: St.Malo-La Caserne

7. Oktober 2018:

Morgens kurz nach 8 Uhr erreichten wir den Hafen von St. Malo und besichtigten gleich zu Fuss den alten Stadtkern inklusive Stadtmauern. Die Stadt war noch nicht erwacht und begeisterte uns nicht ausserordentlich. Darum starteten wir schon bald der Küste entlang in Richtung Mont-Saint-Michel. Da der Tidenhub in dieser Gegend mit bis zu 12 Meter einer der höchsten der Welt ist, konnten wir das Meer nach dem Mittag kaum mehr sehen. Kurz nach dem Mittag erreichten wir das Dorf La Caserne, von wo man die Insel am besten erreichen kann. Da der angesteuerte Campingplatz leider seit einigen Tagen Saisonende hatte, mussten wir eine Alternative in der Umgebung finden. Wir fragten die Besitzerin eines kleinen, geschlossenen Hotels, ob wir irgendwo unser Zelt aufstellen durften. Nach kurzer Überlegungsphase zeigte Sie uns den Garten mit perfekter Sicht auf das Kloster, wo wir gerne für eine Nacht bleiben durften. Am Nachmittag besichtigten wir das Kloster auf Mont-Saint-Michel und schlenderten durch die engen Gassen der eindrucksvollen Insel.

141.Tag: Pausentag: Hayling Island

6. Oktober 2018:

Bei weniger schönem Wetter frühstückten wir zu viert im Zelt und tauschen die neuesten Geschehnisse der Heimat aus. Am Nachmittag brachten wir die letzten Kilometer bis zum Fährhafen hinter uns und warteten im Terminal auf die Fähre und kochten unser Abendessen. In der riesigen Fähre tranken wir unser letztes Englisches Bier und schliefen mit unseren Luftmatratzen im Gang.