74.Tag: Buitenpost-Den Oever

31. Juli 2018:

Mit neuer Energie und guter Laune fuhren wir entlang der grosszügigen Fahrradwege neben der Hauptstrasse. Schon bald realisierten wir, dass wir nach über einem Monat wieder einmal unsere Regenklamotten aus den Taschen graben mussten. Am Horizont erschien eine Wand schwarzer Wolken und wir fuhren direkt darauf los. Wenig später fing es an zu regnen und wir konnten uns im letzten Moment noch unter ein Hausdach retten. 15 Minuten später kam die Sonne wieder zum Vorschein und wir fuhren weiter durch wunderschöne Städtchen mit vielen Booten, die in den Kanälen trieben. Vor dem Abschlussdeich (Afsluitdijk), erlaubte uns ein Kiosk Besitzer nicht unsere Flaschen im Klo aufzufüllen und erhitzte kurz unsere Gemüter. Nach dem Abschlussdeich, der aufgrund von Landgewinn und Küstenschutz 1932 errichtet wurde, fanden wir einen schönen Campingplatz in einer der seltenen Wälder in den Niederlanden.

73. Tag: Bad Neuschanz-Buitenpost

30. Juli 2018:

Am Bahnhof von Bad Neuschanz trafen wir Lilo und Peter für die gemeinsame Weiterfahrt. Zusammen überquerten wir schöne Wasserkanäle und weite landwirtschaftliche Nutzflächen. Auf dem Rad durchquerten wir die Studentenstadt Groningen und assen in der Innenstadt verschiedene asiatische Leckereien. Mehrere Male warteten wir bei Zug- und Drehbrücken auf die passierenden Schiffe und konnten den Passagieren auf den Schiffen zuwinken. In Buitenpost verabschiedeten wir Fabians Eltern und erledigten unseren Einkauf. Nach dem Verlassen des Dorfes fragten wir bei einem Haus, ob wir unsere Zelte in der Nähe irgendwo aufstellen können, da es in den Niederlanden generell verboten ist wild zu campen. Nach kurzem Gespräch konnten wir unsere Zelte auf einer Wiese aufstellen und durften sogar in einem dort stehenden Caravan duschen.

72. Tag: Dornumersiel-Bad Neuschanz

29. Juli 2018:

Zu unserer Freude begleiteten uns Fabians Eltern am Morgen mit dem Fahrrad. In Emden, der Heimatstadt von Otto, trennten sich unsere Wege nach einem köstlichen Mittagessen wieder. Wir pedalten weiter in Richtung deutsch-niederländische Grenze, entlang der Ems. Nach der Überquerung der unspektakulären intereuropäischen Grenze, entschieden wir uns die Zelte neben einem scheinbar wenig befahrenen Bahngleis aufzustellen. Mit hungrigen Bäuchen verschlangen wir das Abendessen. Der vierte Regionalzug, der an uns vorbeifuhr, hielt an und der Fahrer warnte uns vor seinem Kollegen: Dieser wolle die Polizei rufen falls wir in der nächsten halben Stunde das Gelände nicht verlassen würden. Der Zugführer meinte er sei auch ein Fan des Wildcampens und hätte nichts dagegen, aber mit seinem Kollegen sei nicht zu Spassen. Nach kurzer Diskussion verschoben wir die Zelte um 100m in den Wald direkt an einen kleinen See. Wir verbrachten eine friedliche Nacht und wurden nicht von vorbeifahrenden Zugwaggons gestört.

70.Tag: Nethen-Dornumersiel

27. Juli 2018:

Nach einigen Kilometer pedalten wir durch Jever. Diese Stadt ist bekannt durch seine Brauerei. An einem kleinen See kühlten wir uns ab und genossen die Mittagspause im Schatten einiger Bäume. Nach einem netten Gespräch mit interessierten lokalen Touristen näherten wir uns langsam dem Wattenmeer und dem schützenden Nordseedeich. An einem Campingplatz, direkt am Wattenmeer, trafen wir Fabians Eltern, seine Schwester und ihren Mann wieder. Wir genossen den geselligen, gemeinsamen Abend bei gutem Essen. In der Dunkelheit bestaunten wir den Blutmond am Nachthimmel.

69.Tag: Wechold-Nethen

26. Juli 2018:

Am Morgen verabschiedeten wir uns von unseren tollen Gastgebern Silke und Dietmar. Michi und Lisa fuhren in Richtung Norden los und unsere Wege trennten sich. In Oldenburg angekommen, liefen wir durch eine der ältesten Fussgängerzonen Deutschlands und genossen ein leckeres Eis in der Innenstadt. Auf der Suche nach einer Abkühlung, sahen wir einen See auf der Karte und steuerten diesen an. Nach dem Einrichten des Nachtlagers im nahegelegenen Wald, gönnten wir uns eine Erfrischung im See.

67.- 68. Tag: Pausentage- Bremen

24.- 25. Juli 2018:

Nach einem grosszügigen Frühstück mit vielen selbstgemachten Marmeladen starteten wir unsere Regionaltour durch Wechold: Als erstes besichtigten wir das lokale «Trekkermuseum» von Günther. Dieser zeigte uns stolz seine Sammlung an Porschetraktoren, die bis in die 50er Jahre zurückgehen. Danach erkundeten wir mit einem Kleintransporter das Dorf und genossen den Fahrtwind. Schon gross angekündigt, stand der Mittelpunkt Niedersachsens (ein Stein mit Schild) als nächstes auf dem Programm. Mit dem Fahrrad fuhren wir zu sechst zum geographischen Highlight und schlossen unsere Regionaltour mit einer Abkühlung im nahe gelegenen See ab. Bei einer interessanten Stadtführung durch Bremen zeigten uns Dietmar und Silke unter anderem die Bremer Stadtmusikanten. Besonders hat uns die Altstadt Bremens gefallen; viele schöne Ecken auf relativ kleiner Fläche laden zum Verweilen ein.

Den zweiten Tag in der Region Bremen war eher gemütlich. Am Nachmittag bekamen wir Besuch von Fabians Eltern und Freunden aus der Schweiz. Michi und Lisa erkunden gemeinsam mit einem Wohnwagen Skandinavien. Peter und Lilo werden uns in den nächsten 2 Wochen ab und zu besuchen und vereinzelt mitradeln. Am Abend genossen wir die sommerliche Atmosphäre an der «Breminale», ein Musikfest an der Weser in Bremen.

66.Tag: Hamburg-Wechold

23. Juli 2018:

Am ersten Tag mit den drei Jungs, wurde Bettinas Fitness gleich auf die Probe gestellt. Bei grosser Hitze wartete mit 110km ein anstrengender Tag auf unsere erste Begleiterin. Nachdem uns die Fähre über die Elbe transportierte, fuhren wir durch eine riesige Obstplantage. Das als «altes Land» bezeichnete Obstanbaugebiet ist eines der grössten in Europa und erstreckt sich über die Bundesländer Niedersachsen und Hamburg. Nach schweisstreibenden Kilometern erreichten wir unsere Gastgeber Dietmar und Silke in Wechold. Die Beiden verwöhnten uns mit köstlichen Grilladen und Salaten.

63.- 65.Tag: Pausentage- Hamburg

20.- 22. Juli 2018:

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist die zweitgrösste Stadt Deutschlands und gleichzeitig die grösste in der EU, die nicht eine Hauptstadt ist. Der Stadtstaat verfügt über einer der grössten Umschlaghäfen weltweit und besitzt viele interessante Gebäude, welche Touristen aus aller Welt anzieht.

Von Holm aus erreichten wir Hamburg praktisch mit Bus und Bahn in etwa einer Stunde. Als erstes schlossen wir uns einer «Free Walking Tour» an, welche die Hafenregion und St.Pauli im Fokus hatte. Wir bekamen einen Eindruck vom starken Charakter der Bevölkerung im St.Pauli-Quartier und genossen die lockere Atmosphäre im Hafenviertel.

Am späteren Nachmittag des zweiten Tages wurden wir von Fabians Schwester Nadine und ihrem Mann Simon überrascht, die mit ihrem Camper nach Hamburg gefahren sind. Clara, die Tochter unseres Gastgebers in Holm, schloss sich der Gruppe an. Unsere riesige Reisegruppe unternahm eine geführte Hafenrundfahrt inklusive Speicherstadt, so erhielten wir eine andere Perspektive auf die Hafenanlage. Anschliessend genossen wir Ferienstimmung am Strand Pauli und befeuchteten unsere trockenen Kehlen mit einem kühlen Bier.

Am letzten Tag in Hamburg trafen wir uns alle wieder und organisierten Tickets für das Musical «Catch me if you can» im Altonaer Theater und stürzten uns danach ins Hamburger Nachtleben. Nach einigen jugendfreien Getränken, einem Techno-Club und einer Besichtigung des eindrücklichen Bunkers, liessen wir die Nacht am Fischmarkt mit einem Fischbrötchen und dem letzten Bier ausklingen.

62. Tag: Lübeck-Hamburg

19. Juli 2018:

Wieder vollgetankt mit Energie, starteten wir unsere Etappe in Richtung der Metropolregion Hamburg. Am Nachmittag konnten wir endlich unsere dänischen Kronen in einer Bank gegen Euro wechseln und genossen die Pause im Schatten. Die Temperaturen erreichten fast die 30 Grad Marke und liessen uns so richtig Schwitzen. Am frühen Nachmittag erreichten wir Holm, ein kleines Dorf etwa 27km ausserhalb von Hamburg. Über Bettina (Fabians Freundin), konnten wir dort bei Bekannten im schönen Garten unsere Zelte aufstellen. Nach der Ankunft Bettinas und einem ersten Bier in der Innenstadt genossen wir den gemeinsamen Abend. Bettina wird die nächsten Wochen mit uns mitradeln.