66.Tag: Hamburg-Wechold

23. Juli 2018:

Am ersten Tag mit den drei Jungs, wurde Bettinas Fitness gleich auf die Probe gestellt. Bei grosser Hitze wartete mit 110km ein anstrengender Tag auf unsere erste Begleiterin. Nachdem uns die Fähre über die Elbe transportierte, fuhren wir durch eine riesige Obstplantage. Das als «altes Land» bezeichnete Obstanbaugebiet ist eines der grössten in Europa und erstreckt sich über die Bundesländer Niedersachsen und Hamburg. Nach schweisstreibenden Kilometern erreichten wir unsere Gastgeber Dietmar und Silke in Wechold. Die Beiden verwöhnten uns mit köstlichen Grilladen und Salaten.

63.- 65.Tag: Pausentage- Hamburg

20.- 22. Juli 2018:

Die Freie und Hansestadt Hamburg ist die zweitgrösste Stadt Deutschlands und gleichzeitig die grösste in der EU, die nicht eine Hauptstadt ist. Der Stadtstaat verfügt über einer der grössten Umschlaghäfen weltweit und besitzt viele interessante Gebäude, welche Touristen aus aller Welt anzieht.

Von Holm aus erreichten wir Hamburg praktisch mit Bus und Bahn in etwa einer Stunde. Als erstes schlossen wir uns einer «Free Walking Tour» an, welche die Hafenregion und St.Pauli im Fokus hatte. Wir bekamen einen Eindruck vom starken Charakter der Bevölkerung im St.Pauli-Quartier und genossen die lockere Atmosphäre im Hafenviertel.

Am späteren Nachmittag des zweiten Tages wurden wir von Fabians Schwester Nadine und ihrem Mann Simon überrascht, die mit ihrem Camper nach Hamburg gefahren sind. Clara, die Tochter unseres Gastgebers in Holm, schloss sich der Gruppe an. Unsere riesige Reisegruppe unternahm eine geführte Hafenrundfahrt inklusive Speicherstadt, so erhielten wir eine andere Perspektive auf die Hafenanlage. Anschliessend genossen wir Ferienstimmung am Strand Pauli und befeuchteten unsere trockenen Kehlen mit einem kühlen Bier.

Am letzten Tag in Hamburg trafen wir uns alle wieder und organisierten Tickets für das Musical «Catch me if you can» im Altonaer Theater und stürzten uns danach ins Hamburger Nachtleben. Nach einigen jugendfreien Getränken, einem Techno-Club und einer Besichtigung des eindrücklichen Bunkers, liessen wir die Nacht am Fischmarkt mit einem Fischbrötchen und dem letzten Bier ausklingen.

62. Tag: Lübeck-Hamburg

19. Juli 2018:

Wieder vollgetankt mit Energie, starteten wir unsere Etappe in Richtung der Metropolregion Hamburg. Am Nachmittag konnten wir endlich unsere dänischen Kronen in einer Bank gegen Euro wechseln und genossen die Pause im Schatten. Die Temperaturen erreichten fast die 30 Grad Marke und liessen uns so richtig Schwitzen. Am frühen Nachmittag erreichten wir Holm, ein kleines Dorf etwa 27km ausserhalb von Hamburg. Über Bettina (Fabians Freundin), konnten wir dort bei Bekannten im schönen Garten unsere Zelte aufstellen. Nach der Ankunft Bettinas und einem ersten Bier in der Innenstadt genossen wir den gemeinsamen Abend. Bettina wird die nächsten Wochen mit uns mitradeln.

61. Tag: Pausentag- Lübeck

18. Juli 2018:

Mit Karte und vielen interessanten Informationen ausgestattet, starteten wir dank Karl und Barbara zielorientiert in unsere Stadtbesichtigung in der Hansestadt Lübeck. Die wunderschöne Altstadt mit zahlreichen Kulturdenkmalen ist Teil des UNESCO-Welterbes und beeindruckte uns mit seiner Dichte an Altbauten. Das Holstentor, die Marienkirche und der Dom sind die Wahrzeichen der Stadt des Marzipans. Das interessante Willy-Brandt-Museum besuchten wir zum Abschluss der Tour durch die Innenstadt.

60. Tag: Fehmarn-Lübeck

17. Juli 2018:

Vor der Abfahrt sprachen uns verschiedene Gäste des Campingplatzes auf unsere Reise an und wir hatten interessante Gespräche. Schon früh morgens brannte die Sonne auf unsere Körper und liess uns schwitzen wie in einer Sauna. Entlang der Ostseeküste fuhren wir Richtung Neustadt in Holstein, wo wir mit Yves und Chiara gute Freunde von uns zum Mittagessen trafen. Nach dem Verzehren der Pizzen Fantasia, Diavola und Quattro Staggioni verabschiedeten wir uns von den Beiden und setzten uns wieder auf unsere Fahrräder. Einheimische empfahlen uns die Eisdiele «Venezia» in Bad Schwartau und wir wurden vom selbstgemachten Eis nicht enttäuscht. Am Abend erreichten wir Lübeck und durften im Garten von Karl und Barbara unsere Zelte aufschlagen. Das nette, ältere Pärchen mit eigener Drechslerei lernten wir durch Warmshowers kennen. Schon bald nach der Ankunft wurden wir mit leckerem Abendessen und Bier verwöhnt und genossen die neue Bekanntschaft.

57. Tag: Kiel-Fehmarn

14. Juli 2018:

Auf dem Weg zur drittgrössten Insel Deutschlands fuhren wir wieder an vielen Reethäuser vorbei, die uns seit Südschweden begleiten. Zum Beispiel auf der Insel Sylt werden Neubauten immer noch mit sogenannter «Weichbedachung» gebaut, da es diesbezüglich Vorschriften gibt. Das an Ufern oder sumpfigen Gelände wachsende Schilfrohr wird als Reet bezeichnet und zur Dacheindeckung verwendet. Das Handwerk der Reetdachdeckerei wurde als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO im Jahre 2014 aufgenommen.

Am Campingplatz angekommen, bauten wir unsere Zelte auf, assen Abendessen und schlürften einen Cocktail während wir die Live-Musik mit den Ü50ern verfolgten.

56. Tag: Pausentag- Kiel

13. Juli 2018:

Am Nachmittag unseres Pausentags liefen wir durch die Innenstadt Kiels und entlang des Hafens. Wie schon von Sarah angekündigt, bot die Stadt nicht viel Sehenswertes. Während des 2. Weltkrieges wurde Kiel dem Erdboden gleichgemacht und weist darum heute nicht mehr viele historische Gebäude auf.

55. Tag: Lürschau-Kiel

12. Juli 2018:

Nach wenigen Kilometern erreichten wir Schleswig und erkundeten die Stadt kurzerhand per Fahrrad. Nach einem kurzen Umweg, erreichten wir Kiel am frühen Nachmittag und entspannten uns in einem Stadtpark mit See. Die letzten beiden Tage war es eher schwül und viele Insekten sammelten sich an unseren verschwitzen Körper. Am Abend empfing uns Sarah, die wir durch Couchsurfing kennenlernten, in ihrem schön eingerichteten Zuhause. Nach einer wohltuenden Dusche gingen wir zusammen einkaufen und kochten bei spannenden Gesprächen ein feines Nachtessen.

 

54. Tag: Sylt-Lürschau

11. Juli 2018:

Mit dem Zug verliessen wir die Insel Sylt über den 11km langen Hindenburgdamm in Richtung Festland. In Klanxbüll verliessen wir den Zug und radelten Richtung Osten über die landwirtschaftlich genutzten Gegenden Nordfrieslands. Wie auch in Dänemark gab es bisher in Deutschland meistens einen Radweg neben der Strasse, welche das Radeln stressfreier gestaltete. Die Schweiz hat definitiv noch Nachholbedarf. In der Nähe der Küste sichteten wir unzählige Windräder die den stetigen Wind in Elektrizität umwandeln. Kurz vor Schleswig fanden wir einen kleinen See mit einer Wiese und entschieden uns dort zu übernachten.