255.Tag: Pausentag: Dar Salam-Koungheul

(Last Updated On: Februar 4, 2019)

28. Januar 2019:

Mit einem relativ staubfreien Auto starteten wir die Rückreise nach Kaolack. Unweit unseres Übernachtungsplatzes war uns ein zweiter Parkeingang bekannt und wir fragten uns, ob man dort möglicherweise den Nationalpark gebührenfrei betreten könnte. Die Piste wurde bald vom Fluss Gambia unterbrochen und somit unmöglich passierbar. Auf dem Rückweg zur Hauptstrasse erblickten wir Einheimische, ausgerüstet mit Macheten und einer langen Bambusstange. Schnell stellte sich heraus, dass die Männer hinter den Kokosnüssen und Palmenblättern her sind. Wir gingen davon aus, die lange Stange, inklusive einem Hacken an der Spitze, wird dazu benutzt die Früchte zu ernten. Weit gefehlt! Der Hacken wurde circa 15 Meter in der Palmenkrone verankert und diente als Leiter zur waghalsigen Ernte von Kokosnüssen und Palmblättern.

Nach dem Genuss der erntefrischen Kokosmilch kehrten wir die Hauptstrasse zurück. Plötzlich zehrte uns ein schlagendes Geräusch aus unseren Tagträumen und stellte sich als Reifenpanne heraus. Mit der verbleibenden Luft im Reifen erreichten wir ein sehr kleines, simples Dorf. Kaum ausgestiegen, waren wir vom ganzen Dorf umringt. Ein vorbeireisender Mopedfahrer kam uns sogleich zu Hilfe. Leider wusste niemand wie das Ersatzrad unter dem Auto entfernt werden konnte. Somit mussten wir auf den Mechaniker aus der nächsten Stadt warten und hatten genügend Zeit das Geschehen des einfachen Dorfes zu erleben. Das gegenseitige Interesse ermöglichte unzählige Porträts und Gruppenfotos. Einige Mädels verzogen sich kurzerhand in ihre Hütte und schminkten sich die Lippen mit einer roten Frucht.

Infolge der Panne fuhren wir in die Nacht hinein und schliefen in der erstbesten Unterkunft, auch wenn kein fliessendes Wasser und Strom vorhanden waren. Die Empfehlungen des Auswärtigen Amtes, nicht in der Nacht zu fahren, sind nicht unbegründet. Viel Verkehr mit ungenügender bis hin zu keiner Autobeleuchtung und fehlenden Strassenlaternen machte die Fahrt zu einer regelrechten Tortur.

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