223.Tag: Akhfennir-Laayoune

(Last Updated On: Januar 1, 2019)

27. Dezember 2018:

Leider war unser Schlafplatz doch nicht so gut versteckt wie wir dachten und plötzlich «klopfte» die Polizei an. «Gendarmerie», riefen die Polizisten durch den Nachhimmel. Nach einem kurzen Gespräch und der Bestätigung, dass wir die zwei Schweizer sind und morgens weiterfahren, entfernten sich die Polizisten wieder. Wenig später kam das Auto zurück und diesmal versuchten uns die jungen, gut englischsprechenden Ordnungshüter zu überzeugen in einem Hotel zu übernachten. Wir blieben stur und akzeptieren das Argument nicht, es sei in der Sahara gefährlich und überall seien Terroristen unterwegs. Nach einer viertelstündigen Diskussion fuhren die nervösen «Freunde und Helfer» ohne Worte weg und liessen uns in Ruhe.

Wieder an der Küste angekommen, pedalten wir in eine Nebelschwade der die Sonne regelrecht verschluckte und unsere Sicht schwand auf ein Minimum. In Tarfaya wartete die Gendarmerie bereits auf uns und heisste uns herzlich willkommen in Marokko, als wüssten sie von nichts. Nach einem kurzen Interview, assen wir eine warme Mahlzeit und füllten unsere Wasserreserven. Am Stadtausgang wartete dasselbe Polizeiauto auf uns und folgte uns die nächste Stunde auf Schritt und Tritt. Plötzlich waren sie nicht mehr zu sehen und wir genossen die neu gewonnene Freiheit erneut. Dank des Rückenwindes kamen wir gut voran und fanden vor dem Sonnenuntergang einen gut geschützten Ort, hinter einer Baustelle um unser Nachtlager einzurichten.

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