124.Tag: Ballater-Inverbervie

(Last Updated On: September 23, 2018)

19. September 2018:

Nach einer stürmischen Nacht schien es am Morgen, als wäre eine Wetterbesserung in Sicht. Während dem Frühstück fing es stark an zu Regnen und hörte bis kurz vor der Mittagspause nicht mehr auf. Auf dem Weg zur schottischen Ostküste wurde der Wind immer stärker, je näher wir uns dem Meer näherten. Der Wind peitsche uns den Regen ins Gesicht und wir versuchten mit schmerzverzehrten Gesichtern die Motivation nicht zu verlieren. Aufgrund des katastrophalen Wetters, assen wir Burger und Pommes in einem Restaurant. Dort erfuhren wir vom Sturm Ali, der zurzeit über Grossbritannien und Irland fegt.

Das Dunnottar Schloss ist eine der imposantesten und faszinierendsten Ruinen Schottlands und stand als nächstes auf dem Programm. Aufgrund des Sturms war es allerdings heute geschlossen und wir konnten die Ruine auf der Halbinsel nur von Weitem betrachten. Auf der Weiterfahrt erreichte der Wind seine Maximalgeschwindigkeit und wir konnten uns kaum mehr auf den Rädern halten. Zeitweise mussten wir sogar anhalten um nicht im Strassengraben zu landen, da der Wind teilweise von vorne und anschliessend von der Seite blies. Auf einer Nebenstrasse erreichten wir im Zeitlupentempo das Dorf Inverbervie. Auf der Suche nach einem windgeschützten Platz für unsere Zelte, fragten wir einen Einwohner, ob es wohl möglich wäre im öffentlichen Spielplatz zu campen. Er meinte, dass es wohl niemand stören würde. Als wir jedoch fünf Minuten später noch immer unentschlossen dastanden, lief der Mann nochmals vorbei. Er hatte wohl Mitleid mit uns und schlug uns vor, in seinem Garten zu campen. Als wir die Zelte aufgestellt hatten, brachte er uns sogar noch selbstgemachte Sandwiches.

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