145.Tag: Pausentag: Nantes

10. Oktober 2018:

Zusammen mit Nadine und Katja liefen wir einer grünen Linie entlang, welche Touristen zu den meisten Attraktionen der Stadt führt. Zum Teil war die Linie nicht mehr gut ersichtlich oder wir waren zu fest in Gespräche vertieft, damit wir wieder zurückfinden mussten. Nach der Besichtigung des Schloss Nantes, gesellten wir uns in ein kleines Restaurant und kommunizierten mit amüsanter Gestik und neuen französischen Wortkreationen mit dem Wirten. Eine der Hauptattraktionen stellen «les machines de l’île» dar, welche einen 12 Meter hohen und 40 Tonnen schweren Elefanten beinhaltet. Dieser eindrucksvolle Elefant kann bis zu 50 Personen durch die Gegend transportieren und Wasser durch den Rüssel speien. Beim alten Hafengelände auf der Insel in der Mitte von Nantes trafen wir uns mit unseren Gastgebern und bestaunten den farbigen Sonnenuntergang.

144.Tag: La Sel-de-Bretagne-Nantes

9. Oktober 2018:

Bei deutlich über 20 Grad fuhren wir die letzten knapp 100 Kilometer bis Nantes seit langem wieder einmal unter Verwendung von Sonnenschutz. Schon ausserhalb der sechstgrössten Stadt Frankreichs konnten wir auf gut ausgebaute Fahrradwege ausweichen und somit dem Feierabendverkehr entkommen. Am Abend wurden wir herzlich von Marine und Asael in ihrem Zuhause empfangen. Die beiden Ärzte lernten wir über die Plattform Warmshowers kennen und schlossen das junge Paar bereits beim gemeinsamen Abendessen in unsere Herzen.

143.Tag: La Caserne-La Sel-de-Bretagne

8. Oktober 2018:

Eher spät erwachten wir und genossen das Frühstück an der warmen Sonne und starteten erst nach 12 Uhr in den sportlichen Teil des Tages. Auf sehr flachen und qualitativ guten Strassen, im Gegensatz zum Vereinigten Königreich und Irland, erreichten wir Rennes relativ schnell. Die kleine Stadt überraschte uns mit ihren vielen alten Gebäuden mit schönen Riegelbaukonstruktionen im Zentrum. Trotz der Stunde die wir unsere Uhren seit Frankreich zurückgestellt haben, wird es dank der südlicheren Lage bisher nicht früher dunkel.

 

142.Tag: St.Malo-La Caserne

7. Oktober 2018:

Morgens kurz nach 8 Uhr erreichten wir den Hafen von St. Malo und besichtigten gleich zu Fuss den alten Stadtkern inklusive Stadtmauern. Die Stadt war noch nicht erwacht und begeisterte uns nicht ausserordentlich. Darum starteten wir schon bald der Küste entlang in Richtung Mont-Saint-Michel. Da der Tidenhub in dieser Gegend mit bis zu 12 Meter einer der höchsten der Welt ist, konnten wir das Meer nach dem Mittag kaum mehr sehen. Kurz nach dem Mittag erreichten wir das Dorf La Caserne, von wo man die Insel am besten erreichen kann. Da der angesteuerte Campingplatz leider seit einigen Tagen Saisonende hatte, mussten wir eine Alternative in der Umgebung finden. Wir fragten die Besitzerin eines kleinen, geschlossenen Hotels, ob wir irgendwo unser Zelt aufstellen durften. Nach kurzer Überlegungsphase zeigte Sie uns den Garten mit perfekter Sicht auf das Kloster, wo wir gerne für eine Nacht bleiben durften. Am Nachmittag besichtigten wir das Kloster auf Mont-Saint-Michel und schlenderten durch die engen Gassen der eindrucksvollen Insel.

141.Tag: Pausentag: Hayling Island

6. Oktober 2018:

Bei weniger schönem Wetter frühstückten wir zu viert im Zelt und tauschen die neuesten Geschehnisse der Heimat aus. Am Nachmittag brachten wir die letzten Kilometer bis zum Fährhafen hinter uns und warteten im Terminal auf die Fähre und kochten unser Abendessen. In der riesigen Fähre tranken wir unser letztes Englisches Bier und schliefen mit unseren Luftmatratzen im Gang.

 

 

140.Tag: Swallowfield-Hayling Island

5. Oktober 2018:

Kurz vor dem Start wollten wir unser Geschirr abwaschen und die Wasserflaschen füllen. Somit klingelten wir beim Bauern an der Tür, der uns gestern einen Platz für unser Zelt zur Verfügung stellte. Wir kamen mit Andy dem Bauern des Hofes und Rod, seinem Bruder ins Gespräch und diskutieren über unsere Reise und die mögliche Entwicklung des Brexit.

Nach der netten Unterhaltung fuhren wir unterstützt vom perfekten Herbstwetter und warmen Temperaturen in Richtung Portsmouth. Bei einer ausnahmsweise kurzen Mittagspause, stärkten wir uns mit jeglichen Snacks und einem Energie-Drink, genannt Collossus, der mit unzähligen Chemikalien gespickt war und unseren Köpern einen Kick der Sonderklasse verpasste. Die letzten paar Kilometer fuhren durch sehr ländliche Gegenden und den South Downs National Park, der durch seinen wunderschönen Wald in allen Herbstfarben entzückte. In Hayling Island, unweit vom Fährhafen in Portsmouth fanden wir einen schön gelegenen Campingplatz in der Nähe der Küste. Am Abend trafen wir Nadine und Katja und genossen unsere letzte Mahlzeit in einem englischen Pub.

139.Tag: Newport Pagnell-Swallowfield

4. Oktober 2018:

Beim Hinausfahren aus Milton Keynes passierten wir mindestens zehn riesige Kreisel und uns wurde beinahe schwindlig. Kurz vor Reading schlossen wir heute die Schlaufe, welche durch Irland und das Vereinigte Königreich führte und wir passierten genau dieselbe Stelle wie schon vor ca. 45 Tagen. Dazumal waren wir von London nach Oxford unterwegs. Dank der Unkompliziertheit eines Bauern, durften wir unsere Zelte direkt neben zwei riesigen Haufen aus Strohballen aufbauen.

138.Tag: Hinckley-Newport Pagnell

3. Oktober 2018:

Das heutige Tagesziel war ein Städtchen in der Nähe von Milton Keynes. Unsere Freundin Inês wohnt dort mit ihrem Freund und hat uns ein Übernachtungsplatz angeboten für unsere Durchreise.

Das Wetter war heute warm und sonnig und wir konnten seit langem wieder mit T-Shirt und kurzer Hose radeln. Bei unserer Ankunft in Newport Pagnell freuten wir uns über das Erreichen der 8’000km Marke und wurden von Inês kulinarisch verwöhnt. Nach dem Abendessen trafen wir Katja und Nadine auf ein Bier in einem der vielen lokalen Pubs.

137.Tag: Manchester-Hinckley

2. Oktober 2018:

Nach der Verabschiedung von Hannah pedalten wir entlang dem Kanal und langsam aus dem Agglomerationsgebiet von Manchester hinaus. Aufgrund flacherem Gelände als die letzten Tage und guter Windrichtung, legten wir vor der Mittagspause bereits um die 90km zurück. Bis wir unseren Übernachtungsplatz erreichten, waren es schlussendlich fast 150km, was ein neuer Cape2Cape-Rekord bedeutete.

136.Tag: Pausentag- Manchester

1. Oktober 2018:

Nach ausgiebigem und süssem Frühstück besichtigten wir das Museum of Science and Industry, welches uns in den Themengebieten Naturwissenschaften, Technikgeschichte und Industriegeschichte Manchester näherbrachte. In der Textilindustrie spielte Manchester eine Schlüsselrolle in England und galt als wichtigstes industrielles Zentrum der Welt im 19. Jahrhundert. Die erste kommerzielle Zugstrecke der Welt war von Manchester nach Liverpool und in Manchester wurde der erste Güterbahnhof gebaut.

Anschliessend liefen wir durch das Kanalsystem und entdeckten die vielen Backsteingebäude in der eher ruhigen Innenstadt. Nach längerer Suche nach einem geöffneten Friseur, gönnten wir unseren Haaren auf dem Kopf sowie im Gesicht eine Kur.

Am Abend begrüssten wir Fabians Schwestern Nadine und Katja, die uns in den nächsten zwei Wochen mit einem Mietauto begleiten werden.